Jungfreisinnige fordern Liberalisierung im Fernbusverkehr

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Die Jungfreisinnigen fordern mehr Konkurrenz im öffentlichen Verkehr und fordern die Liberalisierung des Fernbusverkehrs in der Schweiz, wie sie in einem Mediencommuniqué mitteilen. Nationalrat und Vorstandsmitglied Philippe Nantermod hat am Donnerstag, 17. Dezember eine entsprechende Motion eingereicht.

Mit einer Liberalisierung der Fernbusse für Schweizer Unternehmen würde die Schweiz der wirtschaftlichen Entwicklung Europas folgen. Mit der Motion wird der Bundesrat dazu aufgefordert, die Liberalisierung und somit die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im privaten Sektor zu ermöglichen. Die Fernbusmarktliberalisierung in Europa schreitet schnell voran. In Deutschland haben sich Fernbusse als alternatives und umweltfreundliches Verkehrsmittel fest etabliert. In Frankreich wurde die Liberalisierung kürzlich von der sozialistischen Regierung genehmigt und auch in Belgien, England und Norwegen stösst das Verkehrsmittel auf Anklang.

Die Jungfreisinnigen sind überzeugt, dass mit einer Abschaffung des Monopols der SBB und mit einer Liberalisierung des Fernbusmarktes die Wirtschaft und der Tourismus gestärkt werden können. Profitieren werden allen voran die Konsumenten. Fahrgäste können von einem erweiterten Angebot und durch die Konkurrenzsituation im Verkehrsbereich von Innovationen und Verbesserungen profitieren.

Liberalisierung stärkt und entlastet den öffentlichen Verkehr Mit der Liberalisierung des Fernbusmarktes, haben auch die staatlichen Eisenbahnen Konkurrenz, sowohl bzgl. Preis, Einhalten der Zeitfenster, Destinationen als auch beim Komfort des Reisens (bspw. freier Sitzplatz, Wi-Fi-Anschluss). Durch die Konkurrenzsituation werden auch das Angebot und die Kundenorientierung im öffentlichen Verkehr verbessert. Mit der Liberalisierung kann zudem das besonders zu Spitzenzeiten überlastete ÖV-Netz entlastet werden. Die neuen Angebote werden sich dort entwickeln, wo die Kundschaft am grössten ist, d.h. dort, wo das Angebot der SBB bereits überlastet ist.

Mit der Motion soll ein erster Schritt für die Öffnung des Fernbusmarkts gemacht werden. Wichtig sind aber insbesondere auch die Errichtung und der Ausbau von multimodalen Fernbus-Terminals. Während Deutschland über hochmoderne Terminals verfügt, gibt es für die Kundinnen und Kunden in der Schweiz nicht mal gedeckte Terminals oder sanitäre Anlagen.

Selbstverständlich darf die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen nicht vernachlässigt werden. Wenn die Schweiz weiterhin die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs durch Verbote behindert, riskiert sie, im europäischen Wettbewerb in diesem Bereich ins Hintertreffen zu gelangen. Das Aufbauen von entsprechenden, konkurrenzfähigen Unternehmen würde verunmöglicht.

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