Tierelend – Die Beseitigung der Individuellen Freiheit ist keine Lösung

Von Tommy Casagrande

Wieder und wieder dringen Nachrichten misshandelter Tiere an die Öffentlichkeit, deren Leid für den menschlichen Wunsch nach “Fleisch essen” stellvertretend sei. Das menschliche Bedürfnis, Fleisch essen zu wollen, wird als Ursache für brutale Tiermisshandlungen in diversen Massentierhaltungsbetrieben stigmatisiert. Die radikale Forderung, Fleisch essen zu verbieten ist mit der individuellen Freiheit des Menschen unvereinbar.

Die Probleme der Tiermisshandlung haben auf vielfältige Weise mit staatlichen Eingriffen in den Markt zu tun. Durch sie werden bestimmte menschliche Verhaltensweisen gefördert. Die durch den Staat verursachten Probleme damit zu bekämpfen indem man die individuelle Freiheit der Menschen opfert, ist absurd. Konsequent zu Ende gedacht: Es bliebe nichts als ein totalitäres System von Herrschern und Beherrschten übrig, wenn jedes staatlich verursachte Problem eine Legitimation für die sukzessive Abschaffung menschlicher Freiheiten darstellt. Den Problemen der Tiermisshandlungen lässt sich durch Staatsabbau entgegentreten. Freier Wettbewerb (auch hinsichtlich der Ideen wie man mit Tieren umgeht) aber auch nicht in einer Zwangsjacke zu stecken, aufgrund von Kostendruck, diesen Druck in Form von Gewalt an Tiere weiterzugeben, würde einen besseren Haltungsumgang fördern. Gewiss, von einem Paradies, indem es kein einzig abweichendes Verhalten geben kann, träumen nur die Totalitaristen und scheitern mal um mal kläglich an der Omnipotenz eines Systems, dass seine eigenen Grundlagen frisst. In diesem Sinne wäre es schön, wenn die berechtigten Anliegen von Menschen, Empathie mit Tieren zu haben, eine Möglichkeit fänden, verwirklicht zu werden. Dazu müssen sie sich aber der libertären Idee anschließen. Und umgekehrt kann ich nur dazu aufrufen, dass Libertäre den Tierschützern die Hand reichen um den Versuch zu wagen, ihnen aufzuzeigen, dass ihre Interessen, bei weniger oder keinem Staat, eine geeignetere Möglichkeit zur Umsetzung fänden. Ich denke nicht, dass irgendein Libertärer stolz und glorifizierend darüber sprechen mag, dass ein paar Schweinchen mit Elektroschocks behandelt und ihnen 20 mal in den Bauch getreten wurde, trotz allem man ein Recht hat, Fleisch zu essen. Aus gegebenem Anlass der Inhalt einer Reportage auf die sich meine Aussage bezieht.

Zu Tode gequält – der brutale Weg zum Schnitzel

Die Bilder schockieren: Schweine, die mit Elektroschock-Geräten in den Schlachtraum getrieben werden, minutenlang im Todeskampf, bis die Gasbetäubung wirkt. “Es ist grauenhaft anzusehen, doch wir müssen es zeigen”, sagt ein Tierrechts-Aktivist über die Aufnahmen, die in zwanzig österreichischen Schlachthöfen illegal gemacht wurden. Sie bieten einen bisher unbekannten Einblick in die Fleischindustrie. Achtzehn Anzeigen wegen Tierquälerei oder wegen Verstoßes gegen die Schlachtordnung sind die Folge. „Wer am Schlachthof arbeitet, der liebt Tiere“, ist Alois Strohmeier von der Firma „Steirerfleisch“ überzeugt und widerspricht damit dem teils brutalen Umgang der Schlächter in den Filmaufnahmen. „Steirerfleisch“ ist einer der von schweren Vorwürfen betroffenen Betriebe. Dass es auch ganz anders geht, zeigt der Schweinebauer Norbert Hackl in der Oststeiermark. Wohin führt uns der Wunsch, täglich Fleisch zu essen und essen wir die Angst der gequälten Tiere eigentlich mit?”

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