Besinn dich auf dich selbst und vergiss die Manager

Von Christoph Frädrich

Ich frage mich, was stört die Menschen? Wollen wir nicht alle eines? Und zwar ein gutes Leben?

Dabei muss doch jeder für sich entscheiden, was für ihn selbst ein gutes Leben ist. Für mich Beispielsweise besteht ein gutes Leben aus Familie, Freunde, gutes Essen und Zufriedenheit im Beruf. Für jemand anderen ist es vielleicht Geld, für den nächsten ist es das Glück in den Augen anderer zu sehen, wenn er ihnen selbst Glück schenkt. Doch ich frage mich wie Menschen ein gutes Leben definieren, die auf die Straße gehen, weil andere Menschen mehr verdienen als sie selbst, vielleicht einen höheren Lebensstandard haben oder ein moderneres Auto fahren.

Es ist doch eigentlich total unwichtig, was ein Manager in der Schweiz verdient oder nicht verdient, denn es ist doch viel wichtiger, dass man mit sich selbst im „Reinen“ ist, in Zufriedenheit lebt und sich um sich selbst kümmert. Vielleicht sind die Anhänger der 1:12-Initiative mit sich im Reinen und leben ein gutes Leben in ihrem Sinne, aber warum greift man dann andere Leute an?

Haben die Macher der 1:12-Initiative und deren Anhänger nicht den Faden verloren um ein gutes Leben zu leben? Ich bin selbst kein Christ oder Anhänger einer Religion, aber in Gebot 8,9 und 10 steht übersetzt, dass man weder Neid empfinden, noch schlecht über andere Menschen reden soll und diese Gebote sind eigentlich heute noch in der Gesellschaft allgemein gültig. Wenn ich für meine Leben die 10 Gebote übertrage, dann interpretiere ich die Aussagen so: „Besinne dich auf dich selbst“.

Wenn man sich auf sich selbst besinnt, dann ist es egal wie viel Geld der Nachbar oder die Nachbarin im Monat verdient. Wenn man sich auf sich selbst besinnt zählt nur das Geld, welches man selbst verdient und ob man damit zufrieden ist oder nicht. Besinne dich auf dich selbst zählt scheinbar nicht für die 1:12-Initiative, sondern nur besinne dich auf die Anderen und störe ihre Besinnung auf sich selbst.


Christoph Frädrich, 1993, macht zurzeit sein Fachabitur in Wirtschaftsinformatik und ist Mitglied der libertären Partei „Partei der Vernunft“. Als einer der seltenen norddeutschen Libertären ist er Gründer der Seite Liberty Mania.

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