Wie Frauen Gewalt legitimieren

Von Lucien Looser

Man(n) hält sie ja für die zartesten, liebevollsten Wesen auf diesem Planeten. Keiner Fliege können sie etwas zu leide tun. Gerne lassen sie auch das starke Geschlecht glauben, sie seien die besseren Menschen, sie seien die mit Herz, die sich um die Schwachen kümmern.

Doch das Machtstreben hat die Frauen erreicht. Immer mehr von ihnen drängt es in die Politik. Sie werden immer lauter und ihre Forderungen werden immer dreister. Sie wollen nur eins, sie wollen bestimmen, sie wollen den anderen ihre Ideologie aufzwingen. Wenn man sich nicht fügen will, werden ihre Ansichten mit Polizeigewalt durchgesetzt. Vielen jungen, linken Politiker/innen ist es nicht klar, dass wenn sie für eine menschlichere Welt kämpfen, wenn sie sich für soziale Zwecke stark machen, die Gewalt mit diesen Forderungen Hand in Hand geht.

Gewalt kommt

Nehmen wir doch als Beispiel die 1:12-Initative. Eine Gruppe junger, intelligenter, hübscher Juso-Aktivistinnen, die man durchaus als Vorbilder sehen kann, engagieren sich stark in ihrer Bezirkssektion für „faire Löhne“. Sie gehen jedes Wochenende auf die Strasse und werben charmant, immer mit einem Lächeln auf den Lippen, mit lustigen Aktionen für ihr Anliegen. Ihr Einsatz ist unermüdlich, ja fast grenzenlos. Sie sind sich absolut sicher, dass sie das Richtige tun.

Und nehmen wir nun an, dass genau wegen solchen motivierten Menschen die Initiative durchkommt. Die Freude der Frauenclique ist überüberschwänglich. Sie feiern ausgelassen. Das Gute hat schliesslich gesiegt.

Machen wir einen Schwenk und beobachten, was der fiktive Familienunternehmer tut. Dario Moser hat aus dem Nichts eine Verpackungsfirma aus dem Boden gestampft. Schell hat Moser erkannt, Mitarbeiter sind sein Kapital. Er bezahlt sie gut und fordert sie auf, sich weiterzubilden. Moser wird zum wichtigsten Arbeitgeber in der Region.

Auf einer Geschäftsreise in Indien lernt Moser einen Ingenieur kennen, der sich zufälligerweise genau auf den Bereich spezialisierte in dem Moser tätig ist. Zusammen entwickeln sie eine neue Maschine, die die Verpackungsindustrie revolutioniert. Moser holt den Ingenieur in die Schweiz. Natürlich wird die Konkurrenz hellhörig. Sie bieten dem talentierten Inder eine astronomische Summe, damit er zu ihnen kommt.

Was soll Moser also tun? Um den Ingenieur zu halten, muss er ihm 14 Mal mehr zahlen als seinem jungen Polymechaniker, der soeben bei ihm die Lehre abgeschlossen hat. Da Moser die mittlerweile 1000 Arbeitsplätze nicht gefährden will, verstösst er gegen das Gesetz.

Wie der Zufall halt so spielt, ist eine der jungen Juso-Aktivisten die Freundin des Polymechanikers. Sie kriegt Wind von der Sache und prangert die Lohndifferenz an und bringt die ganze Sache vor Gericht. Moser wird zu einer hohen Geldbusse verurteilt.

Der Unternehmer versteht aber die Welt nicht mehr. Er sieht sich als Opfer des Systems und weigert sich zu bezahlen. So kommt es wie es kommen muss. Mosers Firma wird betrieben. Der Ruf von Mosers wird immer schlechter und da er immer noch nicht zahlen will, steht eines Tages die Polizei vor der Tür. Dem eigentlich friedlichen Parton brennen die Sicherungen durch. Er verschanzt sich in seinem Büro und kann nur mit massiver Gewalt überwältigt und abgeführt werden.

Was Frauen wollen

Sind diese wüsten Szenen, die sich da in Mosers Büros abspielten, wirklich nach dem Gusto der Juso-Aktivistinnen? Ist es das, was eine Frau will? So legitimeren die zartesten Wesen im Universum Gewalt.

Und natürlich ist es keine Geschlechterfrage. Männer, die schon viel länger an den Machthebeln sitzen und anderen ihre Moral aufzwingen sind keinen Deut besser. Es ist falsch, einen Menschen mit physischer Gewalt zu etwas zu zwingen, was er nicht will, ob dies eine Frau oder Mann tut oder legitimiert spielt keine Rolle.

Der Ingenieur hatte sich also für einen lukrativeren Job in Übersee entschieden. Moser war der Kopf des Unternehmens. Ohne ihn ging es nicht. Doch er wurde für Jahre weggesperrt. Es wurden rote Zahlen geschrieben. Schlussendlich kaufte ein ausländisches Konsortium die Firma auf und verscherbelte sie. Die Arbeitsplätze wurden nach Indien verlagert. Auch der Polymechaniker verlor seinen Job.


Lucien Looser ist gelernter Koch und studiert an der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern. 1982 hat er das Licht der Welt erblickt. Er kämpft für die Freiheit, gegen Windmühlen und gibt die Zürcherin heraus.

Bild: Flickr von Beverly & Pack

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