Windpark auf dem Mont Crosin: Massive Schäden und Probleme

Von Christof Merkli

Die Juvent SA, Betreiberin des Windparks auf dem Mont Crosin, hat diesen Herbst eine Routinekontrolle der Anlagen durchgeführt. Dabei sind massive Schäden an Rotoren und Flügeln zum Vorschein gekommen. Besonders die neuen Anlagen des Typs V90 sind davon betroffen. die meisten Reparaturarbeiten konnten durch einen speziellen Lift direkt an den Rotoren durchgeführt werden. Bei der östlichsten Anlage musste einer der Rotorflügel komplett demontiert werden. Im Kohlefaserkörper des Flügels hatte sich durch Blitzeinwirkung ein Riss von 2 Metern länge und einer Breite von 5 cm gebildet. Für die Demontage kam ein 400 -tonnen Pneukran zum Einsatz. Nach Angaben des Sprechers der Juvent SA, Kurt Mägli sollen die Reparaturen als Garantieleistungen vom Hersteller durchgeführt werden.

DER MUSTERWINDPARK MONT CROSIN BRÖCKELT SO DAHIN

Kaum auszudenken, was passiert, wenn ein Rotor von immerhin über 40 Metern Länge durch Blitzeinwirkung bricht. Die Anlage würde komplett kollabieren und durch die Wucht der verbleibenden zwei Flügel auf den Boden gerissen. Solche Unfälle sind selten, kommen aber vereinzelt immer wieder vor. Neben dem Problem des Eiswurfes, der die nah an den Anlagen durchfahrenden Langlaufsportler gefährdet, muss man als Anwohner nun auch noch befürchten, dass ganze Teile der Anlagen weggeschleudert werden.

25 JAHRE LEBENSDAUER DER ANLAGEN MUSS IN FRAGE GESTELLT WERDEN

Wie soll eine Lebendauer von 25 Jahren garantiert werden, wenn die Anlagen schon nach zwei Jahren Betrieb dermassen beschädigt sind? Der Hersteller Vestas steht seit Jahren stark unter finanziellem Druck. Wenn sich solche Schäden weltweit häufen, verschwindet dieser Hersteller schnell vom Markt. Garantieleistungen sind dann fraglich und könnten die Buchhaltung auch der Juvent SA belasten. Für die Investitionsrechnung, die trotz massiver Subvention auch mit funktionierenden Anlagen an die Grenzen der Rentabilität kommt, bedeutet das nichts Gutes. Die unter Windparkbetreibern unerklärliche Euphorie für eine in der Schweiz kaum funktionierende Technologie wird je länger je mehr zur sichtbaren Farce. Die Belastung der schweizer Windkraftwerke für die Volkswirtschaft, die Natur und auch für den Betrieb eines stabilen Stromnetzes ist durch diesen Vorfall noch offenkundiger geworden.

Die notwendigen Schlüsse daraus ziehen weder die Investoren noch die Behörden. Auch die offizielle Energiepolitik von Bundesrätin Doris Leuthard lässt weiterhin unkritisch zu, dass die untauglichen Windkraftwerke ohne jegliche Rücksicht auf die Natur als wichtiger Teil zur Lösung der Energiewende betrachtet wird. Unbeachter aller Probleme erhalten sie weiterhin finanzielle und ideologische Schützenhilfe aus dem Bundesamt für Energie.

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